Dienstag, 4. Dezember 2012

Vorgestern auf E1



Vorgestern wollte mein Wagen nicht anspringen. Als ich Gestern Morgen endlich mit Hilfe eines Nachbarn den Motor zum Leben erwecken konnte mußte ich eine zeitlang fahren um die Batterie vollzukriegen. Ich bin nach E1 rübergefahren. Es ist so wie ich es mir dachte, die Welt irrt sich. Wer die Gegend kennt weiß das Jerusalem auf einem Bergrücken liegt. Nach Osten hin fällt das Terrain von 800m auf minus 400m ab. Eine Straße die von der Jordansenke kommt führt rauf bis kurz vor Maale Adummim (zu Deutsch Rotsteig). Die 38000 Einwohner zählende Stadt liegt 100m über der Straße auf der Rechten Seite und E1 links davon. Fährt man geradeaus weiter kommt man nach Maale und zu den Arabischen Vororten von Jerusalem, biegt man rechts ab (um E1 herum) so kommt man nach 6-7Km zu den Jüdischen Stadtteilen von Jerusalem. Sollte E1 gebaut werden, heißt es würde Samaria von Judäa für die Palästinenser abgetrennt sein. Das wäre aber nur wirklich wichtig wenn man durch diesen 6-7Km schmalen Korridor eine Straße für die Palästinenser bauen könnte. Könnte man wohl, daß wäre aber ein ziemliches Unterfangen weil das Terrain derart zerklüftet ist. Andererseits könnte man Maale Adummim auf der Ostseite durch ein Seitental umfahren, wenn es unbedingt sein müßte. Und was passiert in der Realität? Israelis die von Jerusalem oder Maale runter ans Tote Meer wollen teilen sich ein und dieselbe Schnellstraße mit Palästinensern die von Jerusalem, Abu Dis oder Azaria runter nach Jericho wollen.
Die derzeitigen Nutzer von E1 ein Beduine mit seinen Ziegen

 Unten, im Schatten die vom Toten Meer kommende Strasse, von E1 aus gesehen.
Blick in Richtung Maale und Azaria
 E1
 E1
 E1 von Maale Adummim aus gesehen
Blick von Maale in Richtung Jerusalem. E1 ist auf der rechten Seite